Die Spielkleidung des SC Cosmos Wedel dürfte bundesweit einmalig sein / Vereinsgründung auf der Batavia / Leistungssport wird „nicht gefordert, aber gefördert“

 

Ob in jener Sommernacht des Jahres 1979 die Sterne über dem Wedeler Theaterschiff „Batavia“ funkelten, ist ungewiss. Auf jeden Fall wurden die Abbildungen selbstleuchtender Himmelskörper jedoch zum festen Bestandteil des Logos des SC Cosmos Wedel e.V., der durch Werner Wasser, Uwe Steyer, Sigmar Kuntze, Wolfgang Strack, Michael Zimmer, Tanja Steyer und Ugo Jochimsen seinerzeit auf dem Kulturdampfer am Brooksdamm gegründet wurde.

„Quasi aus einer Art Schnapsidee heraus“, erinnert sich Gerald Stooß, der bereits seit 14 Jahren als zweiter Vorsitzender an der Seite von Cosmos-Chefin Susanne Mühlich Vorstandsarbeit leistet und die stetige Weiterentwicklung seines Klubs hautnah miterlebt hat. „Nach erfolgter Vereinsgründung wurde hier zunächst einmal nur Fußball gespielt und den bereits bestehenden Wedeler Klubs mit einer zusammengewürfelten Truppe aus Hobby-Kickern, Leichtathleten und Basketballern schnell das Fürchten gelehrt“, sagt der Werksfeuerwehrmann schmunzeld, während er den neu eingerichteten Aufenthaltsraum „Star-Club“ des Vereins präsentiert.

„Schon lange können wir beim Fußball im Jugendbereich in insgesamt 16 Teams alle Altersklassen bedienen“, sagt Stooß erfreut über den ununterbrochenen Zuwachs bei den Jüngeren. Das sei ein Umstand, durch den man sogar mittlerweile dem Wedeler TSV in diesem Bereich den Rang habe ablaufen können.

„Sowohl bei den Herren als auch in der Jugend steht bei uns der Spaß im Vordergrund. Leistungssport fördern wir, aber fordern ihn nicht“, verrät Stooß eines der Erfolgsrezepte des SC Cosmos. „Weiter finden wir es sehr lobenswert, dass sich rund ein Dutzend Spieler aus unseren beiden Herrenmannschaften im Jugendbereich als Trainer oder Betreuer engagieren. Das findet man auch nicht überall“, fährt Stooß fort.

Der Vereins-Vize macht zudem darauf aufmerksam, dass Fußball beim SC Cosmos nicht alles sei. Ob Badminton, Volleyball, Tischtennis oder Gymnastik: Ist die Nachfrage groß genug, stehe man von Vereinsseite aus auch neuen Ideen jederzeit offen gegenüber. Erst im Vorjahr habe sich so aus der Eigeninitiative der derzeit 530-starken Mitgliederschaft heraus eine „Parkour“-Gruppe gegründet. „Ihre Mitglieder verfolgen das sportliche Ziel, sich mittels vorhandener Fähigkeiten des eigenen Körpers möglichst effizient in einem abgesteckten Raum von A nach B zu bewegen“, erklärt Stooß. Ebenso hebt er die „Flotten 50er“ hervor. Diese Gruppe, die sich mit gymnastischen Übungen fit hält, gibt es laut dem Vereins-Vize schon sehr lange. Und die einst 50-jährigen Bewegungshungrigen seien mittlerweile Mitte 70.

Im Internet fänden Interessierte schnell die Kontaktdaten der zuständigen Ansprechpartner der einzelnen Sportarten, die der Verein anbietet, wie Stooß betont. „Dann kann man einfach mal ein Schnuppertermin abmachen.“ Auch künftig freue sich der Verein in allen Sparten auf potentielle Neu-SCer.

Aufgeregt schauen die Mitglieder des SC Cosmos auch bereits auf das Jahr 2015. Unter anderem lädt die von Detlef Meyer geleitete Fußballjugend vom 20. bis 24. Juli Kinder bis zwölf Jahren zu einem großen Fußballcamp nach Wedel ein. Damit engagiert sich der Verein ein weiteres Mal in dem Bereich, der dem SC Cosmos erst 2009 den „Vereins-Ehrenamtspreis“ einbrachte: nämlich in einer vorbildlichen Jugendarbeit.

 

Stephan Hoppe
Cosmos Wedel Kinderschutz
Integration durch Sport
Zum Seitenanfang